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Mathias Koch, Bass im Rundfunkchor Berlin

„Die beeindruckendsten Tage waren natürlich die ersten als Akademist: Mit so vielen, professionell ausgebildeten Sängerpersönlichkeiten in einem Raum zu singen, das hatte ich noch nicht so erlebt. Auch wenn ich bis dahin schon einige Erfahrungen sammeln durfte, jetzt saß ich zwischen Sängerinnen und Sängern, die Chorsingen als Beruf seit Jahrzehnten ausübten! Arbeiten mit herausragenden Kollegen und Kolleginnen im für Chorgesang architektonisch hergerichteten Helmut-Koch-Saal – so einen Alltag konnte ich mir gut vorstellen! 

Die andere Erfahrung, die ich nie vergessen werden kann, ist die erste Probe auf der Bühne der Philharmonie. Auch wenn es jetzt schon fast zehn Jahre her ist – die Weite dieses großen, einzigartigen Raumes fasziniert mich seitdem ungebrochen!“ 


Eva Friedrich, Sopranistin im Rundfunkchor Berlin

„2018 war ich Sopran-Akademistin im Rundfunkchor Berlin – ein Riesenschritt direkt nach meinem Studium, für den ich sehr dankbar bin. Ich habe von klein auf in Chören gesungen, wusste aber nicht viel über professionelle Chöre, wie die Arbeit dort abläuft und wie man Teil eines solchen Ensembles wird. Die Akademie war für mich deshalb eine tolle Möglichkeit, in diese Welt hineinzuschnuppern. Die Zeit war für mich absolut überwältigend, und ich könnte mich kaum entscheiden, was meine Highlights waren. Besonders erinnere ich mich aber an die allererste Probe im Helmut-Koch-Saal und an die ersten Töne, die ich mit dem Rundfunkchor Berlin singen durfte. Die Klangwolke, die auf mich zukam, war ein echter Gänsehautmoment. 

Heute bin ich selbst Mentorin der Akademie und kann sehr gut nachempfinden, wie sich die Akademistinnen und Akademisten fühlen. Es ist schön, gemeinsam musikalisch und stimmlich zu arbeiten, sie durch diese Zeit zu begleiten, besondere Momente zu teilen und vielleicht auch ein Stück von dem zurückzugeben, was ich selbst erleben durfte. Viele kommen später als Aushilfen zurück oder werden festes Mitglied im Rundfunkchor Berlin. Durch diese gemeinsamen – manchmal auch sehr emotionalen – Erlebnisse entstehen Verbindungen und Freundschaften, die weit über die Akademie hinausgehen.“